Vitamin C-Mangel: Meerschweinchen

Sehr viele Stoffwechselkrankheiten des Meerschweinchens werden durch ernährungsbedingte Mangelzustände hervorgerufen. Hier ist die Vitamin-C-Unterversorgung (Hypovitaminose) von Bedeutung.

Die Vitamin-C-Hypovitaminose verursacht Lähmungserscheinungen, verdickte Kniegelenke, massive Blutungen in der Muskulatur, die sich in Bewegungsunlust, Inappetenz, Fieber, schlechter Wundheilung, spontanen Knochenbrüchen klinisch manifestieren. Das Meerschweinchen hat im Laufe der Evolution die Fähigkeit, Vitamin C zu synthetisieren verloren. Es ist deshalb auf die tägliche Zufuhr von Vitamin C angewiesen, welches reichlich vorhanden ist in: frischem Obst und Gemüse wie z.B. Erdbeeren, Paprika und Tomaten, Petersilie, in frischem Gras und gekeimten Getreide. Die Überprüfung der Fütterung, besonders in den Wintermonaten ist daher sehr wichtig. Die Therapie besteht in der tägliche Gabe von Vit. C ca. 10 bis 25 mg/kg über das Trinkwasser (20 bis 40 mg Ascorbinsäure und 100 mg Zitronensäure als Stabilisator pro 100 ml Wasser. Die Lösung muss täglich erneuert werden und darf nicht in einem Metallbecken serviert werden.). Eine Physiotherapie (passives Strecken, Beugen, Massage der hinteren Gldm.) ist in diesem Fall sinnvoll.